Dezember 10, 2022

Hinweis: Dies ist ein Gastbeitrag eines erfahrenen Teilnehmers, Name und weitere Details sind dem Betreiber dieser Webseite bekannt. Inhalte spiegeln die Erfahrungen und Meinung des Autors wider.

Dieser Beitrag soll keine Abrechnung sein und es geht auch nicht darum, hier schmutzige Wäsche zu waschen. Aber wer überlegt, bei Magick Male einzusteigen, sollte sich vorab eine Meinung bilden können. Ich war über mehrere Jahre dabei, habe an Workshops teilgenommen und Programme gebucht und behaupte daher, mir eine eigene Einschätzung erlauben zu können.

Meine Erfahrungen mit den Workshops, und ihren Folgen

In seinem Marketing und in seinen Workshops spricht Orlando immer davon, dass es möglich sei, mit der Kugelübung emotionale Themen auf tiefster Ebene zu erlösen. Tatsächlich gelingt es Orlando meisterhaft, einen auf seine Themen zu stoßen. Wie er das macht? Keine Ahnung, aber es funktioniert. Das Problem daran ist nur, dass man nach den Workshops mit seinen Themen völlig alleine dasteht. Ich persönlich bin in der Folge in eine Depression gestürzt, aus der ich mich nur mit Mühe und über Jahre wieder befreien konnte.

Das ist das, was ich an Magick Male so ungesund finde: Themen werden zwar gefühlt und gekugelt, aber angeblich sei es völlig unwesentlich, sich damit auseinandersetzen. Das führt zu einem völligen Fehlen an Selbstreflexion, das sich meiner Meinung nach nicht nur bei vielen Teilnehmern, sondern auch bei Orlando selbst sehr deutlich zeigt. Ja, Orlando hat schon recht damit, dass es nicht hilft, sich in seinen Themen zu suhlen, das Gedankenkarussell anzuwerfen und nur zu grübeln. Aber sich der Struktur hinter den eigenen Themen nicht auch (!) kognitiv zu stellen, sondern diese nur (!) zu fühlen und dann vermeintlich zu erlösen, wird eben auch zu einem Suhlen, wenn es eben doch nicht so einfach möglich ist, diese Themen mal eben wegzukugeln.

Sektenhafte Züge?

Das Gefährliche ist, dass Orlando zudem alle anderen Hilfsangebote abwertet. Psychotherapie ist Scheißdreck, weil man dann halt wisse, warum es einem schlecht gehe, aber man nichts dagegen tun könne. Und andere Coaches könnten halt nichts, lange nicht so viel wie er. Da steht man dann alleine mit seinen Themen und der vermeintlich einzige Ausweg besteht darin, 2.000 Euro für den nächsten Workshop zu zahlen. Damit baut Orlando eine Abhängigkeitssituation auf, die mehr als problematisch ist und letztlich – ob bewusst oder unbewusst, sei mal dahingestellt – doch den Machenschaften anderer Coaches und Trainer gleicht, die Orlando aus genau diesen Gründen schon als manipulativ und hochproblematisch bezeichnet hat.

Orlandos blinde Wut gegen alles, was nicht seinem Weltbild entspricht, ist nicht nur ein Zeichen für feste Werte und Prinzipien, sondern zeigt doch auch deutlich an, dass dieser Mann einen riesigen Schatten mit sich herumträgt. Wer beinahe die ganze Welt verachten und abwerten muss, ruht einfach nicht in sich selbst und hat seine Themen nicht erlöst. Schade, denn wie Patrick  (der Betreiber dieser Seite) denke auch ich, dass Orlando eigentlich wirklich anderen Menschen helfen möchte und es ehrlich meint. Dabei stehen ihm aber sein Schatten und seine Selbstüberschätzung sehr im Weg, sodass er auch viel Schaden anrichtet.

Feedbackkultur und die toxische Community

Leider ist die Feedbackkultur bei MagickMale sehr ungesund. Das liegt zum einen an Orlando, der auch mit konstruktivem Feedback nicht umgehen kann und den ganzen Clowns und Lakaien im Forum, die in der Hoffnung auf das Wohlwollen des Meisters mit jeder Äußerung auf Orlando schielen und seiner Anerkennung hinterherhecheln. Vermeintliche Arschtritte und Ansagen dienen da mehr der Selbstprofilierung als dem Zweck, den Teilnehmern wirklich zu helfen. Auch das trägt zu einer ungesunden Dynamik bei, die der psychischen Gesundheit keineswegs zuträglich ist. Es ist hochproblematisch, dass hier Leute, die selbst massive Themen mit sich herumschleppen, auf Menschen losgelassen werden, die sich teilweise in einer psychischen Ausnahmesituation befinden. Das Verhalten vieler Foristen ist richtig ekelhaft und gruselig, wobei sich hier schon deutlich sektenhafte Züge zeigen.

Mein Fazit: Vorsicht ist geboten!

Natürlich gibt es Dinge, die sich anders entwickeln als geplant, aber es wäre Orlandos Aufgabe, hier einzuschreiten. Dass er das nicht tut, ist ein klares Führungsversagen. Entweder ist ihm sein eigenes Unternehmen entglitten oder er findet tatsächlich Gefallen an dieser Echokammer und seiner Stellung als Führer dieser zunehmend sektenartigen „Männer“gemeinschaft. In jedem Fall ist diese Entwicklung meiner Meinung nach sehr ungesund und ich kann jedem nur dringlich raten, hier Abstand zu halten. Das ist schade, weil ich denke, dass Orlando es eigentlich viel besser kann und möchte.

2 thoughts on “Gastbeitrag: Magick Male – der Weg zur psychischen Gesundheit? Ein Erfahrungsbericht

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