Mai 30, 2024

Hinweis: Im Nachhinein betrachtet ist mir dieser Artikel nicht wirklich gelungen. Eigentlich wollte ich noch viel mehr Aspekte mit einfließen lassen, das Thema hat mich dann aber komplett überwältigt. Herausgekommen ist diese halbe Bruchruine, leider etwas ohne Struktur und ohne echten, roten Faden.

Ein paar Zeilen über mein privates Empfinden sind auch noch mit drin. Weiß nicht, ob das wirklich so reinpasst.

Wer es trotzdem gerne lesen möchte: Ein paar Stellen sind ganz interessant, glaube ich.

In diesem Artikel möchte ich Orlando (bürgerlicher Name: Roland H. Bellstedt) – zum ersten Mal – mal so richtig in Schutz nehmen. Licht und Schatten würde seinen Namen zu Unrecht tragen, wenn ich nicht auch die positiven Seiten von Magick Male zeigen würde, und es wäre einfach nicht fair, mich jetzt einfach der Mehrheitsmeinung (also der außerhalb von MM) anzuschließen und “Orlando baaaad” zu brüllen. Auch, wenn es natürlich das krasse Gegenteil von dem ist, was mich überhaupt erst in meine Lage gebracht hat.

Nun gut, zu irgendetwas müssen meine Themen, Depressionen und ständigen Krämpfe im ganzen Körper (beim Versuch, den ganzen Kram wegzudrücken, um überhaupt noch zu irgendetwas produktiven in der Lage zu sein) ja schließlich gut sein. Ein wenig von den “lichten Seiten” habe ich in meiner Artikelserie “Was Orlando alles richtig macht” ja schon zu beleuchten versucht.

Den von Orlando benannten Faschismus halte ich für real

Ich bin absolut der Meinung, dass der von Orlando so oft als “brutalster Faschismus” bezeichneter Gesellschaftsmechanismus real ist, und in der Tat sehr unterdrückerisch. Stimmen die spezielleren Theorien von den mit Energiewaffen zerstörten World Trade Center Türmen, die satanische Agenda von Bill Gates, und die Zersetzung der Gesellschaft durch Feminismus und “Ökowahnsinn”? Das weiß ich nicht, es finden sich jedoch einige Hinweise darauf, dass z.B. die Grünen und die Anti-AKW-Bewegung bei ihrer Gründung tatsächlich so einige, gefährliche “Psychotricks” mit eingeplant haben, die uns bis heute begleiten.

Ebenso stimmt es, dass unser aller, eigene “Wildheit” regelmäßig durch alle möglichen sozialen Zwänge in Schach gehalten wird. Ein denkwürdiges Video von Orlando erzählte von “der Gesellschaft als solcher”, die genau das offensichtlich erreichen möchte, in einer sehr tiefgründigen und gleichzeitig wagen Weise, bei der Orlando selbst relativ labil wirkte. Vollkommen verständlich, so etwas geschieht bei tiefen Erkenntnissen gerne einmal.

Plant Bill Gates mit seinen Impfstoffen jetzt wirklich die Ausrottung der Welt, oder glaubt er doch daran, dass er der Welt mit seiner Arbeit etwas Gutes tut? Es finden sich einzelne Unstimmigkeiten, beispielsweise bei den berühmten Impfstoffstudien gegen Gebärmutterhalskrebs in Afrika, die wohl viele Probandinnen zeugungsunfähig machten, die zumindest sehr fragwürdig sind. Und dass es eine Gleichschaltung der Medien gibt, ist auf den ersten Blick relativ eindeutig.

Verschwörung, oder Gesellschaftstrend?

Orlando spricht sehr gerne davon, dass die “Eliten” den einfachen Muggle / Normalo quasi durch Indoktrination für sich “Fremdrechnen” lassen. Ganz wie im Film Inception: Dort pflanzt eine Gruppe von hochspezialisierten Experten einem Industriemagnat einen Gedanken, bzw. ein Konzept so tief in seine Psyche ein, dass es seine Kreise zieht und schlussendlich so tief verankert ist, dass es letztendlich alle seine Gedankengänge und seine gesamte Persönlichkeit infiziert. Im Film geht es darum, besagte Industriemagnaten den Gedanken einzupflanzen, dass sein Vater nie wollte, dass er so wird wie er. Folglich zerschlägt und verkauft sein Sohn das Erbe schlussendlich*, anstatt es zu übernehmen und seinem Vater nachzueifern.

In ein sehr ähnliches Horn bläst auch die alternative Nachrichtenseite AchGut.com (oder war es Tichys Einblick?) in Bezug auf die Medienlandschaft während der Coronapandemie.

In den Redaktionen war gar keine Verschwörung notwendig. Die Mitarbeiter der Zeitung dachten ungefähr alle gleich, niemand musste von außen alternative Ansichten kontrollieren oder steuern. Es geschah praktisch von selbst.

Quelle: Zeitungsartikel entweder von AchGut oder Tichys Einblick, nach Gedächtnisprotokoll. Kam entweder 2022 oder 2023 heraus.

Sprich: Gewisse Denkweisen sind bereits so tief verankert, dass sie gar nicht mehr von außen erzwungen werden mussten. Ganz im Gegenteil.

Ob das nun so ist oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Tatsache ist: In der Coronapandemie ging der Druck auch massiv von der Bevölkerung aus, und meine Mutter ist sogar der Meinung, dass es letztendlich die Bevölkerung war, die die Politik so unter Druck gesetzt hat, dass sie so handeln musste, wie sie es getan hat. Sie spricht von Massenpanik in Krankenhäusern, und zwar in der Form, dass Masken und sogar Desinfektionsspender von den Wänden gerissen wurden, und die Krankenhausleitung einschreiten musste, indem sie Handschuhe und Mundschutz durchzählen ließ und jedem mit Kündigung drohte, der auch nur ein kleines Teil davon mitgehen ließ.

Opferrolle oder Männlichkeit? Die Katze beißt sich in den Schwanz

Doch wie darauf reagieren? Die Antwort vieler Magick Males ist ganz klar: Ihre Gefühle sind Gott. Und hier beißt sich die Katze aber mal gehörig in den Schwanz. Ist in den frühen Werken von Orlando (und auch in Feel Different und Co.) noch die Rede vom “Schulsystem und Arbeitswelt, die Menschen in eine Box zu sperren versucht” und als Vorbild wird eine Dame angeführt, die doch sehr in das Bild des “Social Justice Warriors” passt. Blinde und taube, lässt sich diese “stolze Kriegerin” irgendwann aus dem 19. oder 20. Jahrhundert nicht davon abbringen, sich trotz ihrer Behinderungen für Tabuthemen starkzumachen und Skandale aufzudecken. In der MM-Praxis sind dann doch irgendwelche Schlägertypen und Tyrannen am Drücker.

Trotzig verteidigen traumatisierte Russen, halbmasochistische Mädels und tyrannische Lehrer ihre Wunden, autoritäres bis faschistisches Verhalten wird gefördert und toleriert, und das Idealbild sind wahrscheinlich inzwischen halbsoldatischen Superproleten wie ein Alexander Schütze, also genau die empathielosen und selten dämlichen Gestalten, die laut Orlando Teil der “emotionale Pest” sind, die die Gesellschaft vergiften.

Es wäre unvollständig zu sagen, dass es mir da anders geht, oder ich anders drauf bin. Auch, wenn ich hier sozusagen als das “soziale Gewissen” von Magick Male blogge, weiß jeder, der mich privat kennt, wie ich wirklich ticke. Und auch in einigen Blogbeiträgen hier kommt es deutlich heraus. Trotzdem: Das, was in der Community gelebt wird, zeigt, wie tief einige Dinge doch sitzen, und wie schwierig es ist, diese zu überwinden oder gar darüber hinauszuwachsen.

Eine schwierige Kunst. Doch Orlando wählt inzwischen lieber der einfachen Weg.

Ganz offensichtlich haben Orlando und Team von dieser schwierigen Kunst langsam die Nase voll. Orlando verdrängt bzw. lebt seinen Schatten inzwischen wohl voll aus, und versucht mit Biegen und Brechen, seine Ziele durchzuprügeln. Wo Orlando früher noch als – wenngleich sehr lückenhafter und verdammt teure – Navigator durch diese ganze, schwierige Materie gedient hat, hat er vom ständigen Themen auflösen wohl inzwischen die Schnauze voll und ist richtig stolz darauf, inzwischen ein richtiger, “elender Tyrann” geworden zu sein.

Denn wenn die Wut und Ohnmacht schon nicht gegen die Außenwelt nach oben gerichtet werden kann, weil das Volk dann doch lieber die Eliten und die Stabilität wiederwählen möchte, dann sind es eben die Teilnehmer, die an allem Schuld sind.

Wie immer, liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Beschissen und verdammt gefährlich ist es dennoch.


Fußnoten:

* Das wird im Film nie gezeigt, ist aber wohl sehr wahrscheinlich bzw. wird suggeriert.

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