Juni 10, 2026

Mir ist gerade in den Sinn gekommen, dass ich schon seit geraumer Zeit nicht mehr über eigene Erfahrungen im Bereich emotionale Gesundheit, und inwiefern ich mit MM-Methoden bis jetzt weitergekommen bin, berichtet habe. Zeit, das nachzuholen.

Eines vorweg: Ich habe das FD seit Ewigkeiten nicht mehr angehört oder angesehen. Das ursprüngliche Versprechen war, dass nach 30-60-90 Tagen ein jeweiliges Modul, wenn man es sich angehört hat, anfängt, im Unterbewusstsein so richtig zu „greifen“, auch, wenn man nicht aktiv mit den Übungen im Programm arbeitet.

Hat sich das für mich bewahrheitet? Ja, in kleinen Teilen. Zwar bin ich mit der Kugelübung oder dem „seinen eigenen Körper fühlen“ bis heute nicht sonderlich auf einer Wellenlänge, weil es aus meiner Sicht schlecht anwendbar ist, aber einige Dinge sind bis heute aktiv.

Hervorheben möchte ich das Prinzip des Colour Anchorings, allerdings mit einer Ergänzung: Um tatsächlich im normalen Leben erfolgreich zu funktionieren, benutze ich es eher als automatische, mit der „automatischen Weiterleitung“ kombinierte. Und ich tue es auch nicht bewusst, sondern eher „automatisch“.

Will heißen: Wenn mich etwas bedrückt – normaler Dauerzustand – oder ich es mit einem heftigen „Kombi-Trauma'“ zu tun habe – ebenfalls Normalzustand – drücke ich es meistens Weg. Manchmal kommen mir dann beim Schreiben oder Lesen, z.B. bei Büchern oder einem Script, dass ich gerade schreibe, Tränen, es löst sich also etwas durch Trauer. Oder aber ich schlafe viel, und wache dann etwas frischer wieder auf.

Nach solchen Momenten – ohne Musik oder ähnliches – kommen mir dann meistens „unter dem Leidensdruck“ positive oder zumindest weniger negative Gefühle hoch. Diese nehme ich dann relativ bewusst wahr, was praktisch Colour Anchoring ohne aktives Colour Anchoring ist. Die Gefühle haben eine Farbe, eine Textur (meist ein Gefühl von mehr Leichtigkeit oder Freiheit), und werden integriert.

Das alles ist dann praktisch Basis für weitere Themen oder noch mehr Trauer, die dann wieder etwas besser verarbeitet werden kann – und natürlich auch für eine allgemeinen besseren Kontakt mit „mir selbst“, meiner Seele, oder wie auch immer man das noch so beschreiben mag.

Ich bin mir auch sicher, dass immer noch so manch anderes im Programm aktiv bei mir wirkt. Das ständige „dagegenhalten“ gegen negative Einflüsterungen – meistens sehr heftige – erzeugt dann natürlich immer wieder den nächsten und den nächsten und den nächsten Schock, Körperkrampf, oder sonstige Trauma-Reaktionen.

Ist eine getrennte Bearbeitung dieser „Bomben“ mit der Kugelübung, oder sonstiger Methoden, dann für mich möglich? Nein, denn dann würde es mal wieder ein Sumpf werden.

Hilft es mir, die wirklich großen Brocken – namentlich Bullying, Mobbing, Gewalterfahrungen und missbräuchliche Beziehungen zu bearbeiten? Im Endeffekt nicht. Das sind Dinge, die sich nur extrem schwierig auflösen lassen – insbesondere, wenn ebenjene Erfahrungen durch die Zeit bei MM noch einmal extrem verstärkt wurden.

So gesehen: Die MM-Methoden haben – irgendwo – ihren Wert gehabt. Ich bin davon überzeugt, dass ich ohne sie heute nicht mehr am Leben wäre. Mit dem kleinen Nebeneffekt, dass sie mir weitere, massive Wunden zugefügt haben.

Im Endeffekt weiß ich auch jetzt – Jahre nachdem ich mich nicht mehr mit neuen Inhalten oder mit den alten Inhalten beschäftigt habe, also aktiv durch das Lesen und Bearbeiten von Programmen oder allgemein MM-Inhalten – ob mir MM genützt oder geschadet hat.

Ich würde es so ausdrücken: Was wirklich unter Umständen heilsam war, war der Kontakt zu Orlando (bürgerlicher Name: Roland H. Bellstedt). Als Vaterersatz, guter Freund, oder was auch immer (O-Ton aus dem MBS-Programm). Kann der Mentor dann nicht mehr das liefen, was man sich von ihm verspricht oder auf ihn projiziert, oder verhält sich dieser missbräuchlich oder weiß einfach nicht mehr weiter, dann bricht in weiten Teilen auch dieser Effekt in sich zusammen, oder verdreht sich sogar ins negative.

Was sich daraus ableiten lässt? Keine Ahnung. Aber ich wollte es mal gesagt haben.

5 Gedanken zu „MM und Feel Different Methoden im Praxistest, bis heute. Wie effektiv sind sie?

  1. Ich habe langsam eine neue Erkenntnis entwickelt zu Orlando. Ich glaube ein großer Teil des Ganzen ist tatsächlich die „Borderlinerin“.

    Die Theorie im kurzen ist, dass Orlando seine ganze Einstellung und Programme auf das kohabitieren mit; oder das regulieren von Borderlinerinnen spezialisiert hat.

    „Frauen sind wie Tiger im Käfig und ein guter Dresseur zeigt keine Schwäche, zeigt der mal welche dann werden die Katzen sie sprüren und angreifen“ so oder so ähnlich hat er es mal formuliert. Mit normalen Frauen hat das wenig zu tun, mit Borderline aber sehr viel gemeinsam.

    Deswegen musst du zu einem richtigen Mann werden der immer in seiner Mitte ist aka nie „desregulated“. Trauma behindert einem nicht random dysegulated zu werden also muss man sie auflösen.

    Borderlinerinnen brauchen konstante stabilisierung und regulierung von außen, aka dem Partner oder Partnerersatz. Schwankt diese – und diese Schwankungen werden sehr genau wahrgenommen dank der Hypervigilance und dem Hyperatunement der BPDlerin – dann splittet die BPD Partnerin was von Orlando hier meistens als „zicken“ deklariert wird.

    Dann kommt die Ansprechangst oder was auch immer überwinden und das Gefühl irgendiwie was falsch zu machen oder sich von der „Frau“ durchschaut zu fühlen, weil Sie angeblich in einer anderen Liga spielt usw. usw… Was ist wenn diese angebliche Angst brechtigt ist weil die Frau BPD hat und einen emotional abscannt und checkt ob du als RegulationsObjekt geeignet bist? Sie ist hier nämlich nicht die Beute sondern der Jäger. Und für viele mit High Functioning BPD kommen dann 3 Typen von Männern in frage: 1. Der Narzisst 2. Der Planer / Koordinator und 3. Der Eroberer / Der Held (mehr dazu im Video)

    Dann haben wir noch die Stories von Ihm mit: „kennst du es wenn es aufeinmal sehr gut läuft und man sich auf anhieb sehr gut versteht und alles scheint perfekt zu sein nur damit du es dann später sabotierst?“

    Hold on! Das hört sich nach hartem Mirroring und Chameleon Verhalten an. Das Gefühl man sei „seelenverwand“ mit der und hat die Richtige gefunden ist eine Mirage und kein Zufall. Und der spätere Verfall entsteht nicht weil man seine Programme braucht sondern weil die Person gegenüber nur eine Maske an hat die deine Wünsche und Bedürfnisse unterbewusst und bewusst erfüllen. Zumindest für den Augenblick oder für ein paar Wochen/Monate, bis du überforder bist einen Fehler machst oder die einfach woanders hin Monkey Branched.

    Mich würde deine Meinung dazu interessieren Patrick, aber auch die von Ex/Teilnehmern!

    Hier ein Video und ein Guter Beitrag vom Prof. dazu:

    https://www.youtube.com/watch?v=QXLd2YpAG_8

    https://vaknin-talks.com/transcripts/How_to_Regulate_Your_Borderline_External_Regulation_Regulatory_Focus_Theory_Higgins/

    1. PS: Ich will nicht unbedings eine Konter Theorie hören oder behaupten das eine stabile Mitte als Mensch falsch sei. Ich habe lediglich die Beobachtung aufgestellt das vielen von MM und deren newslettern latent darauf gerichtet sei eine Borderlinerin zu managen oder diese managen zu können. Was ja an sich auch kein schlechter Life Skill ist!

      Der sub „bpdlovedones“ hat auch ein paar interessante Stories, die hier dem einen oder anderen sicherlich bekannt vorkommen sollten.

    2. Oh Gott. Der Artikel, den du da verlinkt hast, beschreibt eigentlich das Gefühl von „verliebt sein“, die Unsicherheiten, die dabei mitschwingen, und alles mögliche andere. Nach der Definition ist jeder, der verliebt ist, Borderline. Diese „totale Auflösung des Selbst“, die dann wieder die Angst, verlassen zu werden, mit sich trägt, was ist das anderes als eine Beschreibung dessen, wie es sich anfühlt, tief verliebt zu sein, und dann Angst zu haben, dass der andere wieder abhaut?

      Hat auch wenig mit dem zu tun, worum es in meinem Blogeintrag geht.

      Ansonsten: Ja, mag was dran sein. Aber was weiß ich denn, was bei Orlando so im Kopf vorgeht.

      1. Ich kann hier leider nicht viele Parallelen aus dem Artikel und einfach mal verliebt sein ziehen. Stimmt, das mein Beitrag vielleicht unter einem anderen Post hätte stehen können.

        Geht mit auch weniger darum was bei ihm im Kopf vorgeht sondern um die allgemeine Beobachtung um MagickMale.

        Gut, wenn du schon länger nichts damit am Hut hast dann ist das hier natürlich bisschen viel auf einmal.

        Vielleicht findest du das Thema selber interessant, als Anstoß für den nächsten Beitrag.

        Die Zeiten heutzutage werden gefühlt auch immer abstruser und sümpfiger, vorallem wenn man Trauma hat und man den Eindruck hat das es keinen wirklich juckt im Endeffekt.

        Ich glaube irgendwo eine Kombi zwischen Orlando und Evidenz basierter Therapie wie DBP/CBT wäre interessant.

  2. PS: Ich will nicht unbedings eine Konter Theorie hören oder behaupten das eine stabile Mitte als Mensch falsch sei. Ich habe lediglich die Beobachtung aufgestellt das vielen von MM und deren newslettern latent darauf gerichtet sei eine Borderlinerin zu managen oder diese managen zu können. Was ja an sich auch kein schlechter Life Skill ist!

    Der sub „bpdlovedones“ hat auch ein paar interessante Stories, die hier dem einen oder anderen sicherlich bekannt vorkommen sollten.

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