Januar 31, 2023

Hinweis: Beachte bitte beim Lesen dieser Seite den juristischen Hinweis / Disclaimer. Das Titelbild hier soll einen kleinen Wolf darstellen.

Ich habe von einem meiner Gastautoren vor einigen Monaten die Anfrage bekommen, warum ich denn nichts über Bertram Timms (Name hier geändert), Orlandos rechte Hand, schreibe. Um ehrlich zu sein, wusste ich nicht, was ich zu ihm erzählen soll. Im Grunde tut er mir einfach nur schrecklich leid, weil ich mich in ihm wiederzuerkennen glaube.

(Ob das jetzt berechtigt ist, oder doch nur “Projektion”, sei in diesem Fall mal wirklich dahingestellt.)

Auch finde ich nicht wirklich viel von ihm, worauf ich meine Meinung basieren könnte – dafür habe ich einfach zu wenige Referenzen. Und es gibt einen weiteren Grund: Bertram gehört noch zu denjenigen, die – bei meinen wenigen, kurzen Kontakten mit ihm – wirklich versucht hat, mir weiterzuhelfen, und dabei auch immer sehr offen gewirkt hat. So etwas weiß ich wirklich sehr zu schätzen. Auf eine Nachricht im Telegram hat er direkt reagiert, in der Prayer Group antwortete er auf eine Kritik zu Putin mit einer ehrlichen Antwort.* Und eine Frage von mir an ihn hat es sogar direkt ins Feel Different geschafft, nämlich ins Vertiefungsmodul zum “Lebenszweck”.

Ich tue mich grundsätzlich schwierig damit, solche Menschen “hart aber fair” anzugehen. Warum fies zu jemandem sein, der wirklich versucht hat, sein Bestes zu geben? Und der bisher nicht durch wirklich bösartiges oder opportunistisches Verhalten aufgefallen ist? **

Ich versuche es trotzdem einmal.

Sohn eines tyrannischen Vaters, Abenteurer und Reisender: Bertrams Vorgeschichte

Die Vorgeschichte von Bertram muss aus Bruchstücken zusammengesetzt werden, die in diversen Audios gefallen sind. Mitbekommen habe ich vor allem:

  • Dass sein Vater ein Tyrann war. Einmal wurde er laut eigener Aussage eine halbe Stunde lang so von ihm zusammengebrüllt, dass er in Ohnmacht gefallen ist. Später wurde er dann von seinen Eltern aus der Wohnung geschmissen, was für ihn wohl ein so traumatisches Ereignis war, dass er erst jetzt beginnt, es langsam aufzuarbeiten. So etwas klang zumindest einmal in einem Audio an.
  • Er hat sich wohl viele Jahre lang mit Magick Male beschäftigt und sein großes Ziel war es, mit ins Team aufgenommen zu werden. Das hat er dann auch geschafft.
  • Seine Freundin Mia Lanze brüllt ihn manchmal stundenlang zusammen, aber ihm macht das angeblich nichts aus. Er geht dann notfalls einfach aus dem Zimmer. Mia Lanze lachte darüber dann in einem Audio darüber, zusammen mit Bertram und Orlando. Was für eine liebevolle, harmonische Beziehung.
  • Er hat sich sehr intensiv in stressige Situationen begeben, und auch mit Sicherheit schon an vielen Themen herumgeschraubt und mit diesen gearbeitet.
  • Seine Mitschüler fanden ihn laut einer Aussage im Produkt “Feel Different” als “eklig”, und er wurde in der Schule von Fünftklässlern gemobbt. Dazu gleich noch etwas mehr.

Außerdem war er wohl viel auf Reisen und hat auch die ein oder andere Erfahrung mit messerschwingenden Badboys hinter sich. Zumindest hat er eine Anekdote darüber erzählt. Ob er jetzt aktiv beteiligt war (was ich nicht glaube) oder einfach nur mit dem besagten Messerschwinger zusammen in einem Dönerladen war, als der dann “zum Gefecht” gerufen wurde, was ich für wahrscheinlicher halte, weiß ich nicht. Wahrscheinlich letzteres.***

Der Wandel zur Orlando-Kopierfabrik

Irgendwann während seiner Beschäftigung mit den Magick Male Inhalten hat er dann offensichtlich begonnen, sich sehr intensiv mit Orlandos Inhalten zu beschäftigen.**** Ex-Manager Felix N. fiel auch auf, dass Bertram wohl sehr gut darin ist, sich in Orlando “einzudenken”. Und Orlando erwähnte im Feel Different Event, dass Bertram Orlandos Inhalte anscheinend besser kennt als er selbst. “Es ist manchmal fast gruselig”, wie er sagte.

Ein Gastautor auf diesem Blog hat es einmal so auf den Punkt gebracht:

“Schließlich trat Orlando selbst zunehmend in den Hintergrund und überließ das Feld seinem neuen Team: einem jungen Mann, der nicht nur jeden Satz, den Orlando in irgendeinem Seminar oder Podcast gesagt hat, auswendig zu kennen scheint, sondern sich auch Orlandos Sprachstil inklusive unvermeidlicher Anglizismen angeeignet hat. Kurz: ein Abziehbild von Orlando ohne eigene Persönlichkeit.

Quelle: Gastbeitrag vom “Gastautor Tadeo”

Ob das so ist, weiß ich nicht, schließlich kenne ich Bertram nicht persönlich. Ich kann allerdings verstehen, wie jemand zu dieser Schlussfolgerung kommen könnte.

Bertram und Orlando – Dreamteam oder… ?

Orlando jedenfalls scheint gefallen an diesem jungen Mann gefunden zu haben. Jedenfalls machen die beiden wohl gerne einmal eine Nacht zusammen durch, Orlando erzählte, wie er Bertram mit zu Hypnotica (Eric von Sydow) mitnahm, eine Größe der damaligen Pickup-Szene und Geheimtipp in diesen Kreisen, und wie sie zusammen Nachts durch eine Straße voller “harter Jungs” gelaufen sind, die männliche Ausstrahlung aufs Maximum hochgedreht und mit einer “kommt doch, wenn ihr euch traut”-Einstellung.

Auch, dass Bertram “unter Druck überhaupt nicht arbeiten kann”, erwähnte Orlando mit einem Lachen. Dass der gute Herr Chefschamane ihn auch gerne mal zusammenschnauzt, “manchmal berechtigt, manchmal unberechtigt”, wie er selbst lachend sagte, ist schon durchgesickert. “Ich bin so etwas wie die Reinkarnation deines tyrannischen Vaters”. Ähm, ja. Toll.

Defintiv habe ich das Gefühl, dass Orlando es “gut mit ihm meint”. Und wenn Orlando das tut, kann er sehr angenehme Seiten zeigen.

Dagegen beschrieb mir ein anderer Leser dieses Blogs, der anonym bleiben möchte, es in einer E-Mail so:

“Zwischen Bertram und Orlando hat sich eine sehr ungesunde Dynamik aufgebaut. Die beiden schaukeln sich gegenseitig hoch, und Orlando merkt nicht, dass er in Wirklichkeit nur sich selbst an ihm gut findet.

Quelle: E-Mailverkehr mit einem Leser, der anonym bleiben möchte

Ob das so ist, kann ich schwer sagen. Es hört sich auf jeden Fall plausibel an, aber ich bin kein Psychologe und Kaffeesatzlesen beherrsche ich leider auch nicht. Jeder kann sich hier ein eigenes Bild machen.

Woran ich mich aber sehr gut erinnere: Wie ich Bertram auf dem Feel Different-Event erlebt habe. Er lag müde, erschöpft und vielleicht auch sehr verletzt in einer Ecke, während Mia Lanze fröhlich um ihn herumgehüpft ist. Wieder ein anderer Leser berichtete mir, er habe gesehen, wie Orlando ihn vorher wegen irgendeiner Bagatelle zur Sau gemacht habe. Wieder einmal nur Hörensagen, mir kommt das ebenfalls sehr plausibel vor.

Dazu muss ich aber auch sagen, dass er dennoch unter den ganzen Themen durchaus eine relativ starke,, aufrechte, intensive Ausstrahlung hatte. Es schimmerte irgendwie deutlich durch.

Manchmal hilfreich, manchmal autoritär, traumatisiert: Wie ich Bertram erlebt habe

Bertram gehört noch mit zu denjenigen, die sich in den Gruppen auch einmal aktiv einmischen und auch das Gespräch suchen. Als ich ihn wegen meines Dauerthemas anschrieb, antwortete er, soweit ich mich erinnern kann, mit zwei relativ ausführlichen Audios. Er klang dabei erschöpft, aber sehr aufrichtig. Seine Erfahrungen und das, was er mir riet, haben sich aus meiner Sicht sehr mit meinen Erfahrungen gedeckt, und ich glaubte daran erkennen zu können, dass er mit ähnlichen Themen kämpft wie ich auch. Ohne Garantie natürlich, das war nur mein persönlichen Empfinden.

Nicht wirklich begeistert war ich, als er einmal von einem “Borderline”-Mädel erzählte, was er kennengelernt hatte. “Die haben einfach nicht den Durchhaltewillen, um mit der Kugelübung ordentlich zu arbeiten“, so oder so ähnlich schrieb er es im Forum. Aus eigener Erfahrung finde ich solche Aussagen sehr schwierig.

Als ich dann in der Magick Male Hauptgruppe Putin kritisierte, antwortete er mir ehrlich, aber vielleicht auch etwas naiv. Seinen Beitrag dazu schien er auf ein oder zwei Videos, die wohl auf Telegram etc. verteilt wurden, zu basieren. Sicher meint er es gut damit, ich persönlich bezweifle aber, ob sich aus solchen kurzen Ausschnitten ein ehrliches Bild davon ableiten lässt, wie es in Russland so zu sich geht.

Er ist aber ansonsten, sagen wir einmal, vollkommen auf Parteilinie bei Magick Male, auch, was die Zensur innerhalb der Gruppen angeht. Und das ist sehr schade. Außerhalb dessen, was ihm Orlando rät und was er selbst innerhalb dieser Bubble erlebt hat, ist von ihm nur sehr wenig zu hören.

Auch sonst wirkt seine Sprechweise manchmal wie die von Orlando, die typische Prahlerei (ob ich die jetzt nur so empfinde, weil ich damit selbst ein Thema habe oder nicht, sei mal dahingestellt…), und eine Freundin, die genauso in der “kleines Kind, großer Papa”-Spirale hängt wie er selbst möglicherweise.

Bittere Schulerfahrungen: Bertram wurde “von Fünftklässlern gemobbt”

Auch sehr erhellend ist ein Abschnitt in einer der Feel Different-Vertiefungen. Laut eigener Aussage wurde er von Fünftklässlern gemobbt. “Das muss man erstmal hinkriegen”, ist Bertrams Kommentar dazu. Und ein weiterer Abschnitt sticht heraus:

Bertram: “Meine Mitschüler haben mich als eklig empfunden.”

Orlando: “Hm, man findet aber eigentlich etwas eklig, nicht jemanden.”

Bertram: “Nein, die fanden mich eklig…”

Quelle: Feel Different Vertiefung, nach Gedächtnisprotokoll

Die Antwort hierauf kam von Orlando in einer sehr sanften Stimme, und ich habe hier tief mitgefühlt. Es ist klar, dass die beiden hier gerade öffentlich etwas voneinander erfahren, was vorher noch nie zwischen ihnen zur Sprache kamen (entweder das, oder sie sind beide sehr gute Schauspieler). Und Orlandos Reaktion darauf werte ich als ein Zeichen seiner – manchmal noch vorhandenen – Fähigkeit zur Empathie.

In solchen Momenten frage ich mich dann wirklich, ob ich hier auf dem Blog zu hart mit den beiden umspringe. Solche Erfahrungen kenne ich selbst nur zu gut, und es ist auch irgendwie klar, warum sie so aggressiv mit Themen wie “Mobbing” umgehen: Sie waren selbst einmal “Opfer”, und wollen jetzt unbedingt vermeiden, es selbst zu werden.

Und das ist hier extrem relevant. Der Umgang mit “Opfern” und der so sehr niedergemachten “Opferrolle” ist wahrscheinlich deswegen so hart und unsouverän, weil diese Traumata und Themen an ihnen nagen. Eine sehr schlechte Voraussetzung, um anderen den Umgang mit solchen Traumata vorzuleben, auch wenn einige der Theorien und Prinzipien dahinter gut und wertvoll sind.

Sehr authentisch: Seine Erfahrungen mit den Magick Male-Methoden

Hier merkt man manchmal an, dass Bertram auch relativ authentisch sein kann. In einem Audio – ich glaube, es war die Bootsfahrt, auf die Orlando sein Team mitgenommen bzw. eingeladen hat – erwähnte er, dass es bei ihm “mit den Mädels auch noch nicht so recht klappt”.

Auch hat er mehrfach beschrieben, wie er die Methoden von Magick Male erlebt hat. Ich glaube, er merkte an, dass er die Color-Anchoring Musik nicht ewig anhören konnte, ohne sich dabei irgendwann zu langweilen, oder so etwas Ähnliches. Das Ganze in einem ruhigen, vorsichtigen Ton, wahrscheinlich, weil der “Big Boss” Orlando zugegen war. Wegen seiner ewigen Panikattacken wurde ihm von Orlando wohl geraten, einfach immer wieder CBT zu machen, und das Thema dann ab und an mit einer Kugelübung zu bearbeiten.

In solchen Momenten bringt Bertram erfrischende Erfahrungen aus erster Hand mit ein. In einem Audio wagte er es wohl, Orlando auch einmal sanft zu widersprechen, Gegenargumente mit einzubringen, und er hat definitiv mehr Verstand und Selbstreflektion als ein Alexander Schütze. Und ich wage auch vorsichtig zu behaupten, dass er weit weniger Arschkriecherei als eine Mia Lanze an den Tag legt.

Fazit: Orlando light. Sicher mit einem guten Herz… aber.

“Was machen diese ganzen Hardcore Magick Males eigentlich, wenn Orlando einmal nicht mehr da ist?”, fragte mich einmal ein “Aussteiger” per Telegram. Wahrscheinlich wird es dann sehr schwierig werden, wieder in ein normales Leben zurückzufinden, oder seinen eigentlichen Lebenszweck ausfindig zu machen.

Ich persönlich wünsche Bertram, so gut ich das kann, noch sehr viel Glück in seinem Leben. Leider wird mir das vonseiten der Magick Males nicht gerade leicht gemacht. Denn inzwischen wird in der “Prayer Group” doch tatsächlich von mir behauptet, ich wäre von Felix N. dafür bezahlt worden, diesen Blog zu betreiben, und würde “mit krimineller Energie” (oder so ähnlich) meinen Wohnort verschleiern. Was soll ich dazu denn noch sagen.

So wie es jetzt aussieht, ist Bertram voll in den Magick Male Zyklus mit hineingeraten, und hält das wahrscheinlich auch für die richtige Entscheidung. Davon halte ich persönlich sehr wenig. Hier im Blog habe ich schon mehrfach beschrieben, wo aus meiner Sicht hier die Fallstricke sind und, dass sich die ganze Bande meist entweder selbst verheizt, oder doch lieber das werden, was Orlando im Foundations-Seminar selbst als “peinliches, kleines Arschloch” bezeichnet hat. Hoffentlich bleibt Bertram beides erspart. Hoffentlich wird er nicht für immer als Mini-Kopie im Schatten von Orlando enden, und hoffentlich geht es ihm auch auf Dauer immer besser und besser. Und hoffentlich hat er sich mit seiner Lebensgefährtin Mia Lanze nicht gewaltig verkalkuliert.

Es ist immer leicht, andere zu kritisieren. “It takes one to know one”, geht ein englisches Sprichwort. Mit absoluter Sicherheit hätte auch ich nicht viel mehr Mut, wäre ich noch sehr nahe an der ganzen MM-Geschichte dran. Vor allem, wenn ich damit Geld verdienen würde.

Dennoch würde ich als Teilnehmer aufpassen.

Was bei Magick Male passiert, ist mit Sicherheit der falsche Weg, um seine eigenen Verletzungen wirklich zu heilen.


Fußnoten:

* Die natürlich nur aus Wiederholungen der Meinung aus der MM-Bubble oder bestenfalls der Medien bestand. Bezüglich der Frage zu Putin und Russland, meine ich jetzt.

** Wie sich das genau im Firmenkontext verhält, genauer gesagt während der “Umstrukturierung” des Teams, ist freilich eine andere Sache. Da ich nicht dabei war, kann ich dazu kaum etwas sagen.

*** Wahrscheinlich ist das nur eine Anekdote, wie sie jeder wahrscheinlich irgendwie erzählen kann. Es hat aber gerade gut in den Flow des Artikels mit hineingepasst.

**** Darüber könnte ich jetzt mehr erzählen, leider geht das aus Gründen nicht.

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